In kleineren Rahmen wurde 1965 das 40-jährige Jubiläum würdig gefeiert. Durch den Austritt einiger älteren Musiker schrumpfte die Kapelle auf ein Existenzminimum zurück. Durch den Einsatz des jungen Vorstandes Dieter Wacker, sowie durch den Zusammenhalt der restlichen Musiker wurde auch diese Klippe heil umfahren. Neue Musiker konnten gewonnen werden. Dank dem Können und dem persönlichen Einsatz des Dirigenten Heinz Habig zeichnete sich eine stetige Leistungssteigerung ab. Nach dem Weggang von Dirigent Heinz Habig konnte Stefan Schäfer aus Ittersbach als neuer Dirigent gewonnen werden. Durch eine schwere Krankheit war es Stephan Schäfer nach kurzer Zeit nicht mehr möglich seine Dirigententätigkeit weiterhin auszuüben.

Die mit 23 Jugendlichen gegründete Schülerkapelle schrumpfte auf 10 zusammen, die dann der wieder eingesprungene Ehrendirigent Heinz Habig in die Kapelle übernehmen konnte.

Es war ein erneuerter Rückschlag, doch immerhin war nun eine Kapelle zustande gekommen, die, wenn alle anwesend waren, wenigstens eigenständig spielfähig war.

Man hoffte, den Jahren der Unbestimmtheiten und der Unausgewogenheiten entronnen zu sein. An dieser Stelle sei allen Vereinen der Nachbarschaft für die stete Hilfsbereitschaft und Unterstützung der Musikkameraden, die immer eingesprungen sind, gedankt. Ein besonderer Dank gilt auch dem in diesen Jahren amtierenden und ehemaligen Ehrenbezirksvorsitzenden Ignaz Weingärtner, der die Verbindung mit Feldrennach nie aufgegeben hat und dem auch unsere Zugehörigkeit zum Bezirk Albtal zu verdanken ist.

Am 1. März 1973 konnte zum ersten Mal wieder ein Lichtblick nach langer Zeit erhofft werden: ein neuer Dirigent hatte sich vorgestellt und war bereit, mit Feldrennach einen Versuch zu unternehmen. Herr Ernst Schornstein übernahm die Direktion und sagte: "Wir versuchen es; bis zum 50-jährigen sind es noch 2 Jahre." Es begann ein hartes Proben auf beiden Seiten, denn Herr Schornstein hatte sein Ziel durchblicken lassen, und die Aktiven wollten es genauso wissen.

Herr Schornstein brachte es fertig, bis zum 50-jährigen Jubiläum 1975 eine Kapelle zu formen, die in diesem Jahr in einer neuen schmucken Kleidung und zum ersten Mal mit einer gut fundierten musikalischen Vorbereitung auftreten konnte. Dieses Jubiläum war eine Solidaritätsdokumentation der örtlichen Vereine, denn alle Vereine hatten sich zu ihrem Musikverein bekannt und ihm die Unterstützung angedeihen lassen, die von der Gemeindeverwaltung, an der Spitze der damalige Bürgermeister Walter Weissinger, fundamentiert worden ist.